Wie manche von euch sicher wissen bin ich ja ein Verfechter von Multifunktionsgeräten. Ein Computer als Computer, Stereoanlage, Fernseher, Teewärmer ….
Natürlich trifft das auch auf mobile Begleiter zu. Mangels des nötigen Kleingeldes habe ich statt einem supertollen PDA mit Handyfunktion ein Sony Ericsson K700i, welches ich immer gerne mit neuen Sachen vollstopfe.
Inzwischen ist es echt schon zu was anderem als zum telefonieren zu gebrauchen. Etliche Spiele, mp3s (wenn auch in sehr begrenzter Anzahl dank begrenzter Speicherkapazität), Englisch-Deutsch-Deutsch-Englisch Wörterbuch, Zugfahrplänen und neuerdings sogar komplette Bücher (im Moment das Silmarillion) sowie etliche Tools finden sich auf dem Handy wieder. Und das alles ohne was dafür zu zahlen.
Ok, ich weiß dass ihr mich jetzt alle als verrückt erklären werdet, aber jeder hat seine Hobbies 😉
June 2005
Ausflug nach Ratzeburg
Am Dienstag hatte meine kleine Marie (auch wenn sie das eigentlich leider nicht ist) Geburtstag und wollte gerne mit “ihrem besten Zivifreund” einen Ausflug machen. Ich durfte natürlich nicht wissen wohin. Meer wäre eine Option gewesen und da Marie Badesachen einpackte tat ich das also auch. Im Endefekkt ging’s dann nach Ratzeburg. Ich hatte gelegentlich von ratzeburg gehört, weil es in der Nähe von Lübeck ist und der ein oder andere Mitarbeiter dort wohnt, aber so richtig hatte ich keine Vorstellung davon. Umso mehr war ich überrascht das Ratzeburg eigentlich eine Insel “zwischen” zwei Seen ist. Da wir in Ratzeburg nichts weiter vor hatten wollten wir erstmal zum Dom, blieben dann allerdings erstmal im Garten eines Museeums auf der Wiese hängen beziehungsweise liegen. Bis auf ein bisschen viel Wind war’s herrlich. Da ich die Nacht nicht wirklich viel geschlafen hatte, da ich mit Geburtstagsvorbereitungen für Marie beschäftigt gewesen war, war mir ein kleines Nickerchen gerade recht. Auch ein etwas größeres Nickerchen wäre mir recht gewesen, aber Marie drängte zum Aufbruch um doch noch zum Dom zu kommen. Der Dom an sich gefiel uns beiden sehr, sehr gut. Wenn ich das recht in Erinnerung hab, ist das der einzige vollständig romanische Dom in Deutschland. Auf jeden Fall sehr schön. Schöne alte Häuser rund drum. Wäre die eigentliche Stadt nicht da wäre das sicher in sehr idyllischer Ort.
Nach dem Dom ging’s noch ein bisschen am See lang, ein bisschen Fisch für abends kaufen, picknicken, zurück zum Zug und wieder nach Hause.
Ein wunderschöner Tag der wie im Fluge verging.
Aufregender Abend
Als ich am Montag Abend ein bisschen mit meinem Handy im Heise-Newsletter las wollte ich ja meinen Augen nicht trauen. So viele interessante und tiefgehende Änderungen in der Computerwelt hab ich auch noch nicht auf einem Haufen gesehen.
Los ging es mit dem Knaller bei Siemens im Bezug auf die Zukunft der Handysparte. Ich mochte zwar noch nie Siemens-Handys. Einfach aus Prinzip, aber das fand ich dann doch sehr interessant.
Der nächste Knüller war wohl der größte und für mich der schockierendste und zwar das Apple nun auf Intel-Prozessoren umsteigt. Ich muss zugeben, ich mag das was Apple macht. MacOS ist sicher ein super Betriebssystem, auch wenn ich es noch nie in Aktion gesehen habe. Es gibt ein paar Gründe warum ich am Umstieg auf die Intel-Architektur nicht so toll finde. Erstens fand ich es gut, dass MacOS auf eine spezielle Prozessorplattform zugeschnitten war, welche nicht von Intel oder AMD angeboten wird und unter der (afaik) auch kein Windoofs läuft. Weiterhin fand ich gut, dass Apple gleich komplett Hardware und Software liefert. Durch den Umstieg wird meiner Meinung nach die Stellung IBMs und damit der PowerPC-Architektur in Desktoprechnern stark geschwächt und die Position von Intel (und AMD) gestärkt. Ich sehe Intel & AMD einfach mal als Monopol an (ich weiß dass es das nicht ist) und Monopole find ich allgemein nicht gut.
Allerdings muss man zugeben das IBM eigentlich selbst Schuld ist, da sie ja nach Aussagen von Apple nicht die versprochenen Stückzahlen und Leistungen liefern konnten. Nun ja, wir werden sehen wie sich das Ganze entwickelt.
Der dritte und letzte Knüller, der mich sehr positiv berührte war das Release von Debian 3.1 – Sarge, da ich mir das schon mal vorbestellt hatte und damit künftig mein Rechner laufen soll. Ich bin mir durchaus bewusst, dass testing oder unstable bedeutend besser wäre (im Bezug auf Aktualität der Pakete), allerdings hab ich zur Zeit leider keine Internet und so bringt mir stable im Moment am meisten. Mal schauen wann’s dann eintrudelt.
Alles in allem war das also ein sehr aufregender Abend, ich befürchte auch für meine Handyrechnung.
Kontakte
Wie die meisten von euch sicher wissen mache ich grade meinen Zivildienst und zwar in Lübeck. Das sind mehr oder weniger 400 km zu meinem früheren Wohnort Eisenach.
Nun gibt es in der “Kaserne” wo ich wohne noch ein paar Leute die ähnlich weite Entfernungen zu ihrer früheren Heimat haben. Zum Beispiel S. aus Dresden oder G. aus Berka bei Eisenach. Gut und schön. Das einzige was ich dabei sehr ärgerlich finde ist, dass ich anscheinend der einzige bin, der ohne irgendwelche Kontakte vor Ort nach Lübeck gekommen ist.
