phoenitydawn

February 25th, 2007

Es ist zum w(e)inen

Posted by Dunedan in Linux

Es ist echt zum weinen. Ein Hauptargument gegen Linux ist ja für viele, vor allem Jugendliche, dass die meisten aufwendigen Computerspiele ausschließlich für Windows produziert werden. Einerseits sehen die Spielefirmen es natürlich nicht ein Spiele für einen Nischenmarkt zu produzieren (bis auf ein paar erfreuliche Ausnahmen wie zum Beispiel id-software), andererseits kann natürlich auch kein größerer Markt daraus werden, wenn die Spiele nicht unter Linux laufen.
Allerdings gibt es für Spiele doch oft noch eine Möglichkeit sie unter Linux zum laufen zu bringen. Die Möglichkeit nennt sich Wine bzw. deren kommerzielle Ableger Cedega und CrossOver. Wine ist ein Programm welches die Windows-API auf die Linux-API abbildet. Es wird also nichts emuliert und die Spiele laufen teilweise sogar besser als unter Windows.
Allerdings gibt es natürlich ein großes “wenn”. Und das sind die Kopierschutzmaßnahmen der Spielehersteller. Aktuelles Beispiel von mir: Ich wollte mir FarCry (eins von diesen bösen “Killerspielen” ;) ) unter Linux installieren. Lief auch alles super einfach und auch das Spiel läuft hervorragend. Allerdings stürzt es bei fast jedem Speicherpunkt ab. Warum? Weil da der Kopierschutz, SafeDisk, sich irgendwo dazwischenklinken will (Bugreport für Wine zu diesem Thema).
Sprich: Die einzige Tatsache warum FarCry bei mir momentan nicht perfekt läuft ist ein Kopierschutz.
Da fragt man sich doch ob ein solcher Kopierschutz überhaupt irgendeinen Sinn macht. Ins Internet gelangen die Spiele sowieso, dagegen hilft also ein Kopierschutz nichts. Er hilft nur den Nutzer einzuengen und die von ihm erworbene Software unter gewissen Umständen unbenutzbar zu machen.

February 23rd, 2007

Meine Erfahrungen mit Fantasyliteratur

Posted by Dunedan in General

Wie einige von euch sicherlich wissen bin ich ein Freund von Fantasyliteratur. Allerdings gehöre ich nicht zu den Leuten die die Werke hunderter verschiedener Autoren gelesen haben. Ich setze eher auf Klasse statt Masse. ;)
Viel Zeit und Liebe widmete ich in meiner Jugend einem gewissen J.R.R. Tolkien, wahrscheinlich besser bekannt als der Autor von “Der Herr der Ringe“. Wobei ich sagen muss dass ich finde das Herr der Ringe nur eins seiner mittelmäßigeren Werke ist.
Tolkien erschuf eine Welt und “Herr der Ringe” ist nur eine kleine, zeitlich ziemlich unbedeutende Geschichte innerhalb dieser Welt. Sein, in meinen Augen bestes Werk, “das Silmarillion“, wurde erst nach seinem Tod von seinem Sohn Christohper fertiggestellt und inhaltlich geordnet. Es ist zwar schade dass er es nicht noch zu Lebzeiten fertigstellen konnte, aber wenn man es liest merkt man auch wieso dieses Buch einerseits so lange bis zu seiner Fertigstellung brauchte und andererseits warum es eine solche Faszination ausübt. Denn es beschreibt die Erschaffung und Geschichte der Welt in der auch Herr der Ringe spielt. Um es ein wenig bildlicher zu beschreiben: Ich finde “das Silmarillion” ist die Bibel von Tolkiens Welt. Und es ist eins der sprachlich anspruchsvollsten Bücher welches ich je gelesen habe, aber dafür auch eins der besten.
Ich erinnere mich noch sehr gut daran wie K. und ich uns gegenseitig aus dem Silmarillion vorlasen, da wir es zufällig (oder auch weniger zufällig) zur gleichen Zeit lasen.
Lange Jahre vergingen und nichts konnte Tolkiens Werke je erreichen. Bis ich vor wenigen Wochen endlich den Teil einer Buchserie in die Hände bekam die ich eigentlich schon seit Jahren lesen wollte (weil J. mir davon immer vorgeschwärmt hatte und J. generell einen recht guten Literaturgeschmack hatte). Bei dieser Buchserie handelte es sich um “Das Lied von Eis und Feuer“. Heute vormittag bin ich mit dem vierten Band fertiggeworden und ich muss sagen: es ist einfach toll. Ich warte schon gespannt darauf dass mir V. die restlichen vier Bände mitbringt.
Autor dieser Bücher ist “George R.R. Martin“. Trotz der Ähnlichkeit der Zweitnamen zu denen Tolkiens ist dies nicht nur ein Künstlername mit dem er einen Teil Tolkiens kopieren wollte, sondern sein richtiger Name. Dass er Tolkien nicht kopierte zeigt sich auch beim lesen der Bücher. Wo Tolkien mit unglaublicher Poesie seine wunderbare Welt beschreibt und sogar soweit geht die einzelnen Sprachen komplett zu erschaffen, tut Martin dies mit knallhartem Realismus. Würde man gewisse Fantasyanteile in Martins Büchern, wie Drachen und “Die Anderen”, weglassen hätte man wahrscheinlich einen ziemlich treffenden Mittelalterroman. Und genau diese Realität und die Kunst etliche Handlungsstränge gleichzeitig zu führen ohne den Leser zu sehr zu verwirren, macht für mich die Magie dieser Bücher aus. Auch gibt es für Martin keine schwarz und weiß. Jede Figur wird facettenreich dargestellt. Mit positiven und negativen Eigenschaften. Und jeder Charakter kann jeden Moment sterben. Auch wenn man der Meinung ist dass es sich dabei um einen Hauptcharakter handelt. ;)
Wer also Fantasyliteratur aufgeschlossen gegenüber steht und “Das Lied von Eis und Feuer” noch nicht gelesen hat sollte dies unbedingt schnellstmöglich nachholen. Und am besten vorher keine Inhaltszusammenfassung lesen. Das nimmt einen Großteil der Spannung.

February 15th, 2007

Kommentar-Spam

Posted by Dunedan in Computer, Internet

Vor einigen Wochen begann ein stetiger Kommentarspam von ~500 Posts pro Tag. Diese wurden glücklicherweise alle von Spam Karma 2 abgefangen. Vor ein paar Tagen versiegte dieser Strom abrupt.
Finde ich gut, auch wenn ich mich frage warum er so plötzlich versiegte. Ging der Betreiber der Spamrobots hoch? Merkte der Betreiber das bei mir nichts zu holen ist? …
Ich weiß es nicht und werde es wohl leider auch nie erfahren.

February 14th, 2007

Unerwartete Valentinsgeschenke

Posted by Dunedan in Apple, Computer, Fundgrube, Linux, Studium & Co

Als Mann erwartet man ja am Valentinstag eigentlich keine großen Geschenke. Unser Übungsleiter für technische Informatik schien das allerdings anders zu sehen und kündigte zu Beginn der heutigen und letzten Übung für dieses Semester an, dass beim ihm im Institut heute großes aufräumen wäre und diverse SUN-Workstations, Monitore, usw. dabei abfallen würden. Wir könnten wenn wir wollten nach der Übung gerne mitkommen und mitnehmen was wir so gebrauchen könnten.
Natürlich gingen die meisten dann auch mit. Die richtig guten Sachen waren recht schnell vergeben, aber zumindest an großen Röhrenmonitoren herrschte kein Mangel. So einen brauchte ich bloß dummerweise nicht. Dafür ergatterte ich einen, wie ich dachte, G3er Mac, sowieso diversen Kleinkrams (u.a. ein tolles Embedded-Motherboard mit AMD K6 Prozessor). Beim näheren hingucken zuhause stellte sich allerdings heraus dass es kein G3er MAC, sondern ein Apple Power Macintosh 7100/66 war, ein etwas älterer Rechner mit grade mal 66 Mhz Prozessor. Auch hatte er keinen herkömmlichen VGA-Port, sodass ich ihn nicht an meinen Monitor anschließen konnte. Da hätte ich auch eine der, bedeutend leistungsstärkeren, SUN UltraSparc-Workstations nehmen können mit denen ich das gleiche Monitorproblem gehabt hätte.
Aber gut. Zum rumspielen würde der Mac allemal reichen. Die Frage ist bloß: Wie kriege ich Linux auf einen Rechner an den ich weder via Netzwerk (ssh oder so), noch direkt rankomme, weil ich ja kein Bild aus der Grafikkarte kriege. Ein Linux auf die Festplatte zu bootstrappen fällt auch weg, da das irgend ein merkwürdiger SCSI-Anschluß ist und ich die Festplatte somit an keinen meiner anderen Rechner anschließen kann. Ein weiteres Problem stellt die Tatsache da, dass auf Systemen wie diesem Mac, die einen NuBus haben, nur eine kleine handvoll spezialisierter Linuxdistributionen laufen.
Ich versuche jetzt grade mal noch auf Ebay für ~2,50 Euro einen passenden VGA-Adapter zu ersteigern, aber mehr Geld wäre mir dieser Spaß auch nicht wert.
Na mal schauen was das noch wird. Das lustige kleine Embedded-Board von dem ich vorhin noch sprach war hingegen ein richtiger Glücksgriff. Wie schon erwähnt ein AMD K6-2 Prozessor mit 400Mhz, eine Menge RAM (wieviel weiß ich nicht genau, aber ich tippe auf 64MB-128MB), dazu Konnektoren für sämtliche wichtigen Anschlüsse auf dem Motherboard. Der Haken: Es sind wirklich nur Konnektoren für die Anschlüsse vorhanden, d.h. ich müsste mir selbst einen Netzwerkport oder USB-Port dranlöten. Anschlüsse für Tastatur, Maus und VGA sind zum Glück vorhanden. Ein spontaner Test zumindest mal den BIOS des Rechners zu Gesicht zu bekommen scheiterte allerdings. Der CPU-Lüfter begann zu drehen, mehr aber nicht. Das Display blieb schwarz. Allerdings kann ich nicht wirklich sagen woran’s nun lag, da ich nur Netzstecker und VGA-Anschluß belegt hatte. Interessant wäre ja nochmal der Speaker um zu hören ob das typische “Boot-Piepen” kommt, aber dazu fehlt mir ein entsprechender Speaker. Idealerweise bräuchte ich ein fertiges Gehäuse um da noch rumzutesten. Aber das würde wieder Geld kosten. Insofern lass ich das einfach erstmal liegen und warte was da noch kommt.
Soweit zu meinen heutigen tollen Valentinstaggeschenken. :)

February 6th, 2007

Maßnahmen im Fall einer Bedrohung durch Atomterroristen

Posted by Dunedan in Fundgrube, Politik & Gesellschaft

Wer sich schon immer mal über die Maßnahmen die Deutschlands im Falle einer nuklearen Bedrohung durch Dritte informieren wollte, dem sei dieser sehr, sehr ausführliche Artikel empfohlen: Die Zentrale Unterstützungsgruppe des Bundes.

February 6th, 2007

128 != 128?

Posted by Dunedan in Computer, Java, Studium & Co

Die letzten Tage war ich kräftig damit beschäftigt für die Uni ein Programm zum steuern des Verkehrsflusses an einer Kreuzung zu schreiben. Hört sich spannender an als es ist, aber ganz lustig ist es schon. Ich bin zwar noch nicht fertig, hänge aber schon seit einem kompletten Tag an einem einzigen dämlichen Bug fest.
Über eine Kreuzung fahren ja Autos. Und beim 128. Auto fängt mein Programm an rumzuspinnen. Ich hab das inzwischen soweit eingegrenzt dass ich momentan der Meinung bin dass in Java bei zwei einfachen Zahlen (int) 128 ungleich 128 ist. Sehr, sehr merkwürdig. Vor allem da ints ja einen Zahlenbereich von -2^31 bis 2^31-1 haben.
Also falls jemand irgendwelche Tipps hat: ich bin immer dankbar dafür.
Mal schauen. Das fertige Programm stell ich vielleicht auch als Applet ins Netz. Wir werden sehen. :)

Update: Ha, ich sollte öfters solche Beiträge schreiben. Direkt nach dem Schreiben hab ich den Bug natürlich gefunden. Es waren nämlich keine ints, sondern Integers. Und die sollte man dann doch eher mit Integer a [...] a.intValue() vergleichen. Ansonsten scheint’s nur (warum auch immer) bis 127 zu gehen.