August 2007

Ich sollte in Zukunft daran denken den Reset- und den Powerknopf meines Rechners zu überkleben wenn mich N. besuchen kommt. Denn sie schafft es irgendwie immer mit erstaunlicher Zielsicherheit unabsichtlich auf einen dieser beiden Knöpfe zu kommen.

Ich war vorhin mal wieder dabei ein bisschen was in PHP zu programmieren. Unter anderem eine Klasse zum Handling von Listen. Eine ähnliche Klasse hatte ich neulich im Rahmen eines Tutorenjobs schon mal in Java implementiert, insofern war es also eigentlich nur ein bisschen Schreibarbeit. Allerdings fielen mir zwei Sachen sehr unangenehm auf. Dadurch das die Funktionen von PHP nicht in irgendwelche Klassen oder Namespaces unterteilt sind war es mir weder möglich meine Klasse “List” zu nennen, noch ihr die Methode “empty” zu geben. Denn list() und empty() haben unter PHP schon eine andere Bedeutung. Das sind dann so die kleinen aber feinen Unterschiede an denen man merkt das Java mehr durchdacht und strikter umgesetzt ist.

Edit: Wobei der PHP-Interpreter ja auch einfach so schlau sein könnte zu erkennen in welchem Zusammenhang solche Begriffe gebraucht werden. Denn ein “class List { […] }” macht mit PHPs list()-Funktion irgendwie nicht allzuviel Sinn.

Da ich nicht immer nur meckern will, werde ich heute auch mal was positives schreiben. Und zwar über Deichmann. Deichmann hat ja immer so das Image eines Discount-Schuhladens, allerdings haben sie auch durchaus schicke Schuhe. So war ich letztes Jahr auf der Suche nach Sandalen mit Schnallen. Doch alle Schuhläden hatten nur Sandalen mit Klettverschlüssen und in einem Schuhladen bestätigte mir auch die Verkäuferin, dass schon einige Kunden nach Sandalen mit Schnallen gefragt hätten. Weiterhelfen tat mir dies freilich nicht. Letztendlich landete ich bei Deichmann, die zwar auch keine Sandalen mit Schnallen führten, aber dafür sehr schicke Leder-Flip-Flops im Angebot hatten, die nicht so billig wie irgendwelche Plastik-Flip-Flops aussahen und dennoch mit ~15 Euro gut bezahlbar waren. Also beschloß ich den Versuch zu wagen und statt Sandalen Flip-Flops zu verwenden. Und der Versuch glückte in jeglicher Hinsicht. Inzwischen bin ich Flip-Flop-Träger aus Überzeugung.
Nun haben Flip-Flops ja generell eine begrenzte Lebensdauer. Die damals gekauften sind zwar noch in Ordnung, allerdings dachte ich mir, dass es langsam an der Zeit wäre sich mal nach neuen Flip-Flops umzusehen. Dabei landete ich wieder bei Deichmann und was musste ich feststellen? Die Flip-Flops die ich letztes Jahr gekauft hatte gab es immer noch. Also konnte ich mir da gleich ein neues Paar zulegen.
Und das ist eine Strategie mit der man Kunden zufriedenstellt: Gut aussehende Schuhe zu billigen Preisen und dann auch noch mehrjährig im Angebot.
Wer jetzt meint, dass es ja ziemlich wäre zweimal hintereinander die gleichen Schuhe zu kaufen, dem kann ich nur sagen dass es einfach keinerlei vergleichbar tolle Flip-Flops gibt und die echt extrem schick sind.

Ich hab mal wieder was, über das ich mich aufregen muss. Und zwar über Vattenfall. Vattenfall veranstaltet jedes Jahr in Hamburg die Vattenfall Cyclassics, ein Radrennen, bei dem neben einem Profistart auch ein Jedermann-Start dabei ist.Vattenfall Cyclassics-Werbung Da Vattenfall anscheinend mal wieder etwas positive Publicity benötigte, starteten sie im Vorfeld der Cyclassics in Hamburg eine großangelegte Werbeaktion die auf nebenstehendem Plakat zu sehen ist.
Einerseits finde ich es sehr lustig, dass Vattenfall, ein Unternehmen was vor allem in letzter Zeit aufgrund von Problemen in ihren Kraftwerken eine Menge schlechte Publicity hatte, nun groß mit Radsport wirbt, welcher ja in letzter Zeit auch nicht so “sauber” war. Soviel zum Witzigen. Worüber ich mich allerdings aufrege ist der Versuch durch eine Spende an Hamburger Schulen wieder gute Publicity zu kriegen. Nichts gegen eine solche Spende. Aber 1 Euro pro Fahrer ist doch bei einem Unternehmen wie Vattenfall mehr als lächerlich. Insgesamt gab es wohl ~20000 Fahrer, sodass Hamburger Schulen nun mit 20000 Euro unterstützt werden. Das zehn- oder hundertfache hätte doch Vattenfall auch nicht wehgetan und hätte sicher einiges mehr bewirken können.
Na ja, wie gut, dass ich noch nie eine allzugute Meinung von Vattenfall hatte.

powertop auf meinem MacBookNachdem auf Planet Debian die letzten Tage eine kleine Diskussion um den Stromverbrauch von MacBooks unter Linux vonstatten ging, wandte ich mich heute auch mal meinem MacBook zu, um ein paar Optimierungen für eine längere Laufzeit vorzunehmen.
Dank powertop von Intel kann man auch recht gut feststellen welche Programme bei ruhendem Desktop den Prozessor aus seinen Schlafphasen holen, was ja der Hauptgrund für einen höheren Stromverbrauch und somit eine kürzere Laufzeit ist. Zudem gibt powertop auch gleich noch praktische Tipps was man ändern muss um diese Interrupts zu verhindern. Nachdem ich alle Tipps von powertop befolgt hatte blieb als Hauptgrund für das aufwachen des Prozessors uhci_hcd:usb1 , ehci_hcd:usb5 übrig. Und das dürfte genau der in http://mjg59.livejournal.com/76936.html beschriebene Interrupt des Touchpads sein (Bluetooth war schon deaktiviert):

If you’re on a Macbook, the largest number of USB interrupts is probably from the Bluetooth controller. Either hciconfig hc0 down, or load hci_usb with the isoc=0 option. The other Macbook issue is that the trackpad will carry on sending updates even though there’s no input – I wrote a patch to fix this, which ought to be in git now. These have nothing to do with the UHCI spec.

Immerhin scheint’s ja schon einen Patch dafür zu geben, sodass ich demnächst wohl auch noch dahingehend ein Problem weniger haben werde. 🙂

Ganz toll. Ich hab grade festgestellt, dass es in PHP5 nicht ohne weiteres möglich ist Extendable-Singleton-Klassen zu erstellen. Problem ist, dass die abstrakte Klasse bereits den Namen der abgeleiteten Klasse kennen müsste, was natürlich nicht geht.
Es gibt zwar Workarounds (siehe hier) aber so wirklich zufriedenstellend sind die auch nicht.

Es ist vollbracht. Das Exemplar des Grundgesetzes welches ich an unseren Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble schicken wollte ist nun unterwegs zu ihm. Mehr dazu siehe auch unter: Grundgesetz.
Zu dem Grundgesetz habe ich ihm noch einen kleinen Brief mit folgendem Inhalt geschrieben:

Sehr geehrter Herr Schäuble,
mit Sorge beobachte ich seit einer Weile, wie Sie mit immer neuen Verstößen die Privatsphäre der Bürger Deutschlands einschränken wollen um gegen Terrorismus vorzugehen. Daran, dass gegen Terrorismus vorgegangen werden muss, besteht kein Zweifel. Allerdings fordere ich Sie dazu auf, darüber nachzudenken inwieweit die von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen verhältnismäßig sind. Ich muss ehrlich sagen: Ich habe momentan mehr Angst vor dem Deutschen Staat als vor Terroristen.
Anbei schicke ich Ihnen ein Exemplar unseres Grundgesetzes in der Hoffnung, dass Sie es sich in einer ruhigen Minute zu Gemüte führen. Denn die darin beschriebenen Grundsätze sollen einen freiheitlichen und demokratischen Staat garantieren, in dem die Freiheit der Bürger vom Staat geschützt und nicht etwa eingeschränkt wird. Und genau letzteres haben Sie mit Ihren Verstößen das Grundgesetz zu ändern vor.
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Roschka

Ob er den je zu Gesicht bekommen wird wage ich zu bezweifeln, aber immerhin hab ich’s versucht.

In der Innenstadt zu wohnen ist nur was für Leute, die entweder was gegen frische Luft haben oder taub sind.

So, der angekündigte Serverumzug wurde inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Größere Probleme gab’s erstaunlicherweise keine. Aber mal schauen. Vielleicht kommt ja noch was. 😉
Aufgrund der Tatsache, dass der Server nun viermal so viel RAM und fünfmal soviel Traffic wie vorher kann ich jetzt sogar TOR vernünftig laufen lassen. Sehr toll das alles. 🙂
In den nächsten Tagen bastel ich da vielleicht auch nochmal an ein paar Sachen rum.

Eine Sache über die ich mich aber unbedingt noch aufregen muss, ist der Support von fastIT. Und zwar hatte ich meinen Server mit dem von fastIT angebotenen Rescuesystem gestartet um ihn frisch zu bootstrapen. Aber das Rescuesystem war so verkorkst dass ich das damit nicht auf die Reihe gekriegt hab. Und der Höhepunkt: Für das Rescuesystem war nicht mal ein Rootpasswort gesetzt. Das heißt während das Rescuesystem läuft kann sich jede beliebige Person auf dem Server einloggen. Diese Problematik schilderte ich dann auch dem Support von fastIT und was bekam ich als Antwort?

Hallo Herr Roschka,

die ist dadurch bedingt das wir noch Kunden mit sehr alten Systemen mit wenig RAM haben welche unser neueres Resuce Systeme nicht booten können.

Die Wahrscheinlichkeit das zufälig jemand auf Ihre IP eine SSH Verbindung aufbaut währen diese im Rescue System ist tendiert (Erfahrungswert) gegen Null.

Es ist sicherlich ein Risiko vorhanden, in der Praxis aber bisher nichts passiert.

Zudem wird mit dem Aussterben der älteren Systeme dieses Problem in naher Zukunft erledigt sein sodass dieses Rescue System dann abgelöst wird.

[…]

Also bitte? Seit wann ist denn zuwenig RAM ein Argument gegen ein Rootpasswort? Und die Ansicht, dass es sicher sei, weil bisher noch nichts passiert ist, ist ja wohl auch sehr naiv.
Ich erkundigte mich daraufhin mal bei den Entwicklern von Debian Live wieviel RAM eine Live-CD mit Debian benötigt. Die Antwort: eine minimale CD kommt mit 54MB RAM aus. Da frage ich mich doch wie wenig RAM da einige Systeme bei fastIT haben, denn selbst wenn man großzügig mehr RAM einrechnet reichen 128MB RAM locker. Und ich glaube nicht, dass bei fastIT noch Server mit weniger als 128MB RAM stehen.

Na gut, ich hoffe mal, dass das eine unrühmliche Ausnahme mit dieser Supportanfrage war und das ich andererseits auch nicht allzuhäufig mit dem Support zu tun haben werde. Aber irgendwie muss so ein günstiges Angebot ja auch zustande kommen. Und dann wird halt am Support gespart.
Technisch bin ich jedenfalls momentan sehr zufrieden mit dem Server. Er hat merklich mehr Power als der alte und auch die Netzanbindung macht einen sehr guten Eindruck.
Wollen wir nur hoffen, dass diese positiven Eindrücke von Dauer sind. 🙂