April 2008

Ich hatte hier zuhause eine Menge alten Computerschrott den ich mal loswerden wollte. Da Elektronikschrott nicht zum Sperrmüll gehört, wartete ich also bis neulich das mobile Schadstoffmobil in meiner Nähe war. Dort angekommen wurde mir erklärt, dass Elektronikschrott zur Wertstoffannahmestelle gehöre. War insofern ein bisschen blöd, als dass die keinen mobilen Dienst haben und die Kombination Fahrrad und große Computerteile naturgemäß nicht ganz so optimal ist.
Heute habe ich es dann endlich geschafft zur Wertstoffannahmestelle zu gehen. Dort wurden mir die Sachen auch sofort ohne Probleme von einem freundlichen Herrn abgenommen. Allerdings gab es ein anderes Detail was mich leicht verärgerte. So befindet sich direkt neben der Wertstoffannahmestelle die Schadstoffannahmestelle bei der ich auch die LKWs der mobilen Schadstoffsammlung rumstehen sah. Natürlich war es nicht deren Aufgabe meinen Schrott mitzunehmen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich mich da offensichtlich zu Fuß mit einem Computer zum mobilen Schadstoffmobil geschleppt hatte und sie sowieso direkt neben der Wertstoffannahmestelle ihre Zentrale haben wäre ein wenig entgegenkommen vielleicht nicht ganz verkehrt gewesen.

Wie dem auch sei. Ich bin den Schrott ja nun los und konnte mir auf dem Rückweg gleich noch einen Kasten Clubmate bei einem Getränkemarkt organsieren. 🙂

KirschblütenHeute war richtig schönes Wetter und so war ich auch unterwegs an der frischen Luft um ein wenig Rad zu fahren und nebenbei ein paar schöne Fotos zu machen. Das ist mir auch wunderbar gelungen, darum gibt es hier nun ein Foto zu bewundern. 🙂

Mein Feedreader teilte mir gerade mit, dass verschiedene Blogger heute ein anonymes Paket erhalten haben, dessen Inhalt aus einer Zahnbürste, einem Nassrasierer und einem Handy bestand.
Bisher habe ich bei Udo Vetter vom Lawblog und Kai Raven darüber gelesen. Aber ich bin mir sicher, die beiden sind nicht die einzigen Empfänger.
Spontan dachte ich mir, dass das ziemlich stark nach einem ARG riecht. Mal schauen ob sich dieser Eindruck bewahrheitet oder was sonst noch dabei herauskommt.

Edit: In der Zwischenzeit sind wohl noch bei etlichen anderen Bloggern Päckchen eingetrudelt. Alle mit einer Nummer. Manuela Hoffmann von Pixelgraphix hat wohl das Päckchen mit der Nummer 99 bekommen. Daraus schließe ich mal einfach, dass es mindestens 99 Päckchen gibt. Ich selbst hätte natürlich auch gerne eins von denen. :-/

Edit 2: Offensichtlich gab es mindestens ein Paket mit einem etwas besseren Inhalt. Und zwar für Tom vom Bestatter-Weblog.

Vor kurzem stellte sich mir die Frage warum man an Geburtstagen das Geburtstagskind feiert. Denn eigentlich kann dieses ja nichts dafür, dass es Geburtstag hat. Und jemanden für etwas zu feiern wofür er nichts kann ist, zumindest in meinen Augen, ein wenig merkwürdig. Ich dachte mir, dass es viel sinnvoller wäre an Geburtstagen die Mutter des Geburtstagskindes zu feiern, da diese ja mit der Geburt (und der Schwangerschaft natürlich auch) eine ganze Menge geleistet hat.
Diese Gedanken erzählte ich meiner Familie, als ich zufällig am Geburtstag meines Bruders dort war. Sie fanden dies auch auf eine gewisse Art und Weise eine witzige Idee und recht schnell war der Begriff Gebärtag gefunden. Allerdings bezweifle ich, dass sie von der herkömmlichen Art und Weise Geburtstag zu feiern abweichen werden wollen. Dafür hat ein Geburtstag dann doch zu viele Vorteile für das Geburtstagskind. 😉
Ich hätte auf jeden Fall nichts dagegen von nun an nur noch Gebärtage zu feiern.

P.S.: Mir ist natürlich klar, dass Geburtstage dazu dienen sollen sich mit dem Geburtstagskind über das Leben zu freuen. Aber tut man das nicht sowieso jeden Tag?

Schon lange hatte ich vor meinen Desktoprechner komplett neu zu bespielen, dabei die komplette Festplatte zu verschlüsseln und auf 64Bit umzusteigen. Gestern nahm ich dies nun endlich mal in Angriff und ich muss sagen ich bin mal wieder entzückt von Linux. Insbesondere natürlich von Debian. Es sind noch keine 24 Stunden seit dem Beginn der Neuinstallation vergangen und von der Benutzung her merkt man dem System nichts an, was auf eine komplett neue Installation schließen lassen würde.
Wichtig dafür war natürlich, dass sämtliche persönlichen Daten und persönlichen Einstellungen erhalten bleiben. Glücklicherweise liegen die unter Linux alle zusammen schön im Nutzerverzeichnis des Benutzers, sodass ich einfach nur ein Backup dieses Verzeichnisses auf meinen Rechner zurückkopieren musste. Das ging wider Erwarten auch erstaunlich gut. Selbst fremdsprachige Zeichen in Dateinamen (französisch, russisch, …) blieben erhalten (ein plus für Unicode 🙂 ).
Was anzupassen blieb waren ein paar systemweite Einstellungen. So wollte der Drucker neu konfiguriert werden und auch der Flashplugin erforderte eine andere Herangehensweise als unter 32Bit. Immerhin funktioniert Flash und das ohne großen Frickelaufwand!
Ich bin auf jeden Fall trotz einiger kleinerer Problemchen die bisher auftauchten (Rechner startete auf einmal nicht mehr weil’s mir die initial ramdisk zerhauen hatte, …) sehr zufrieden wie das alles so gelaufen ist.

Endlich habe ich keinerlei unverschlüsselte Festplatte mehr in meinem Haushalt. 🙂

Ich lese Nachrichten. Primär aus dem Bereich Computer und Internet. Dafür gibt es in Deutschland eine handvoll Nachrichtenseiten. Ich persönlich lese Heise und golem.de. Erstere weil sie meiner Meinung nach die besten deutschsprachigen Nachrichten aus diesem Bereich bieten und letztere weil sie zu Ersteren, gerade auch im Bereich Computerspiele, eine willkommene Ergänzung darstellen.

Qualitativ gibt es allerdings Unterschiede. Natürlich unterläuft jedem Redakteur mal ein Fehler und so passiert dies auch den Redakteuren bei Heise, aber was für Fehler und in welcher Frequenz man diese bei golem.de liest ist einfach nur unglaublich. Und das sind nur die Fehler die mir auffallen. Ich rede hier wohlgemerkt von inhaltlichen Fehlern und nicht etwa von Buchstabendrehen oder Ähnlichem. Mir kommt es oft so vor als würden die Redakteure oder Praktikanten bei golem.de einfach Nachrichten veröffentlichen, die sie irgendwo aufgeschnappt haben, ohne darüber nachzudenken was sie eigentlich schreiben und ohne überhaupt zu recherchieren.

Den Vogel schoß golem.de allerdings gestern ab, als sie die Nachricht veröffentlichten, dass es Forschern der Universität Rochester gelungen sei Musik tausendmal stärker zu komprimieren als MP3. Verlinkt war natürlich die Pressemitteilung der Universität, welche auf den ersten April datierte. Meiner Meinung nach sollte Redakteuren ja gerade Anfang April bewusst sein, dass sie Nachrichten lieber doppelt prüfen sollten, anstatt sie als bare Münze zu veröffentlichen. Aber selbst wenn man dies vergisst so sollte doch jedem halbwegs technisch versierten Redakteur auffallen, wie unrealistisch die angepriesenen Forschungsergebnisse eigentlich sind.

Ich könnte jetzt noch etliche Fehler in Artikeln aus der nahen Vergangenheit aufzählen, aber das ist mir den Aufwand nicht wert. Ich habe auch bereits mit dem Gedanken gespielt nach dem Beispiel des Bildblogs ein “Golemwatchblog” zu starten, allerdings finde ich dieses Prinzip allein schon deshalb schlecht, weil damit Aufmerksamkeit auf qualitativ minderwertige Nachrichten gelenkt wird.
Ich würde mir einfach wünschen, dass Redakteure recherchieren bevor sie eine Meldung veröffentlichen. Soviel Zeit muss sein.