flohmarkt

Bis vor einer Weile war ich immer wieder erstaunt, wenn mir Bekannte davon erzählten, was sie wieder alles ausgemistet und weggegeben haben. Das ging hin bis zu eigenen Ständen auf Flohmärkten, um alte Sachen loszuwerden. Ich fragte mich dabei immer: Wie viel müssen die gekauft haben, um jetzt so viel loswerden zu wollen. Ich jedenfalls habe nicht so viele ungenutzte Sachen … dachte ich.

Dann las ich “Magic Cleaning” von Marie Kondo, was letztes Jahr dank einer Fernsehserie in aller Munde war. In “Magic Cleaning” geht es darum, wie man unnötige Dinge in seinem Leben identifiziert und los wird. Das Buch kann ich wärmstens empfehlen, denn auch wenn mir Marie Kondo’s Konsequenzen an einigen Stellen zu radikal sind, so öffnet dieses Buch doch den Blick dafür, welche Besitztümer man wirklich braucht und welche eigentlich mehr Last als Freude sind.

Seitdem krame ich immer mal wieder in Schubfächern und Kisten und finde regelmäßig Sachen, die ich nicht mehr brauche. Früher habe ich diese Sachen getreu dem Motto “das ist zu gut zum wegwerfen” aufgehoben, aber inzwischen trenne ich mich konsequent von ihnen. Dazu kam für mich die Erkenntnis, dass man über Ebay Kleinanzeigen für praktisch alles einen Abnehmer findet: Eine 15 Jahre alte, hoffnungslos veraltete DVB-T-PCI-Karte, mit der man heutzutage kein Fernsehen mehr gucken kann? Kein Problem. Benutzte Fahrradreifen? Finden ebenfalls einen Abnehmer.

Auch wenn der Aufwand, solche Sachen über Ebay Kleinanzeigen zu verkaufen, in keinem Verhältnis zu den Beträgen steht, die man dafür bekommt, so freut es mich doch jedes Mal, wenn jemand noch Verwendung für etwas hat, für das ich keine mehr habe. Und so bin ich fleißig dabei nach und nach alle möglichen Dinge loszuwerden und es fühlt sich gut an. Weniger Krams, weniger Ballast.